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UIB PRESSEMITTEILUNG - München, 17. September 2012

 

 

Bäcker aus der ganzen Welt sprechen sich gegen die Nutzung von

Ackerland zur Energiegewinnung aus

 

UIB mahnt Regierungen, Spekulationen bei Getreide zu verhindern

 

Die Internationale Union der Bäcker und Konditoren (UIB) vertritt über 300.000 Bäckereien, die in 45 Ländern auf fünf Kontinenten über 4 Millionen Menschen beschäftigen.

Brot ist seit über 6.000 Jahren in den meisten Kulturen das Hauptnahrungs-mittel des Menschen. Und es sind die Bäcker, die das Brot täglich – seit 6.000 Jahren – zum Nutzen der Verbraucher weltweit herstellen.

Heutzutage wird die Versorgung mit den zur Brotherstellung notwendigen Rohstoffen dadurch bedroht, dass Ackerland für anderen Anbau als Getreide für die Ernährung der Weltbevölkerung genuzt wird, was durch die steigenden Spekulationen bei Getreide an den Börsen noch verschlimmert wird.

Aus diesem Grund faβte der UIB-Kongress auf seinem Treffen in München einstimmig folgenden

 

BESCHLUSS

 

1.     Ackerland darf ausschlieβlich zum Anbau von Ernten genutzt werden, die zur Herstellung von Lebensmitteln für die Menschheit genutzt werden. Es ist nicht tragbar, Ackerland für irgendwelche anderen Zwecke zu nutzen, insbesondere zur Energiegewinnung.

2.     Börsenspekulationen richten sich zunehmend auf Getreideprodukte und führen zu Unregelmäβigkeiten bei der Versorgung der unterschiedlichen Mehlprodukte, die zur Herstellung von Brot unerläβlich sind. Manchmal besteht sogar die Gefahr, dass globale Getreideengpässe herbeigeführt werden.

 

Die UIB hält alle Regierungen und Internationale Behörden in der Welt an, die Nutzung von Ackerland zu anderen Zwecken als dem Anbau von Lebensmitteln zu verbieten und die notwendigen rechtlichen Maβnahmen zu ergreifen, um Börsenspekulationen bei Getreideprodukten weltweit zu verhindern.